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"Wir wurzeln alle im Alltage.
Seine Gewohnheiten machen für die
meisten schlechthin das Leben aus.
In diesem Alltag, den bloss der unbesonnene
Élegant des Geistes bespöttelt, liegt etwas
sehr Grosses ... liegt unsere Cultur."
Michael Haberlandt: Cultur im Alltag. Wien 1900.
Samstag, 18. Juli 2015
Dienstag, 14. Juli 2015
DRUCKSACHE NR. 46: Was der Mensch essen darf
Zurückgehend auf ein Symposium des Internationalen Arbeitskreises für Kulturforschung des Essens und erweitert um zusätzliche Beiträge stellt der von Gunther Hirschfelder, Angelika Ploeger, Jana Rückert-John und Gesa Schönberger herausgegebene Sammelband "Was der Mensch essen darf. Ökonomischer Zwang, ökologisches Gewissen und globale Konflikte" (Heidelberg 2015) Zugänge unterschiedlicher Disziplinen zum Thema vor. Einen wichtigen Stellenwert hat dabei die Frage des Fleischkonsums, fokussiert auf das Beispiel Huhn.
Eine Besprechung des Bandes von Michaela Fenske gibt es auf hsozkult.
Samstag, 11. Juli 2015
FOTOSACHE NR. 50: Strumpfhosen
Donnerstag, 9. Juli 2015
ANSICHTSSACHE NR. 77: Jubiläum Adresscomptoir
Vor Kurzem konnte der Wiener Historiker Anton Tantner bereits das 10-Jahres-Jubiläum seines Weblogs "Adresscomptoir" begehen - herzliche Gratulation!!! (Hier geht es zu seinem eigenen Jubiläumsbeitrag)
Wie der Titel bereits zum Ausdruck bringt, geht es schwerpunktmäßig um die Geschichte der Adressbüros, Hausnummern etc. Zu den Schlagwörtern zählt aber auch der Begriff Alltag - in dieser Rubrik finden sich zum Beispiel Beiträge über Rolltreppen, Luftpolsterfolien, Kontaktlinsen, Beton, Papierkörbe, Würfelzucker, Knödel, Fischstäbchen, Kartoffeln und Gurken. Ein Besuch des Adresscomptoirs lohnt sich also auch im Hinblick auf Alltagsthemen!
Donnerstag, 2. Juli 2015
ANSICHTSSACHE NR. 76: Dinge zum Pflegen
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| Foto: Museum der Dinge |
Diese Keksdose aus den 1950er Jahren befindet sich in den Sammlungen des Museum der Dinge/Werkbundarchiv in Berlin - sie zählt zu jenen Sammlungsstücken, um die sich "Dingpfleger" und "Dingpflegerinnen" kümmern (nähere Infos dazu hier).
Weitere Dinge in reicher Zahl sind auf der soeben neu gestalteten Museumswebsite zu sehen.
Montag, 29. Juni 2015
TERMINSACHE NR. 92: Fleisch. Vom Wohlstandssymbol zur Gefahr für die Zukunft (CFP)
Vom 6. bis 7. November 2015 findet an der Hochschule in Fulda eine interdisziplinär ausgerichtete Tagung der Sektion Land- und Agrarsoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie zum Thema "Fleisch. Vom Wohlstandssymbol zur Gefahr für die Zukunft" statt.
Den CFP dazu gibt es hier.
Sonntag, 28. Juni 2015
FUNDSACHE NR. 68: Kindersachen
Donnerstag, 25. Juni 2015
TERMINSACHE NR. 91: Kleidung zwischen Bild und Realie (CFP)
Vom 18. bis 20. Februar 2016 findet in Berlin eine multidisziplinäre mode- und bildwissenschaftliche Tagung zum Thema "Zeichen und Symbole - Kleidung zwischen Bild und Realie" statt.
Veranstalter: Exzellenzcluster "Bild Wissen Gestaltung. Ein interdisziplinäres Labor" an der Humboldt-Universität zu Berlin; Konzept und Organisation: Philipp Zitzlsperger und Sabine de Günther.
Den CFP gibt es hier.
Dienstag, 23. Juni 2015
ANSICHTSSACHE NR. 75: Das Auge des Arbeiters
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| Hans Bresler (1902–1994): Lesende Frau Foto: SLUB/Deutsche Fotothek, Dresden (Quelle) |
Noch bis zum 12. Juli 2015 ist im Stadtmuseum Dresden eine von Wolfgang Hesse und Holger Starke kuratierte Sonderausstellung zum Thema "Das Auge des Arbeiters. Erinnerungsfotografie und Bildpropaganda um 1930" zu sehen.
Ankündigungstext:
Als die ersten Fotografen im 19. Jahrhundert Bilder "mit Licht malten", ahnten sie nicht, dass sie damit am Anfang eines Weges standen, der in die Allgegenwart digitaler Bilder in heutiger Zeit einmünden sollte. Die "Demokratisierung" der Bildproduktion begann im Ersten Weltkrieg, als preiswerte Kameras das Fotografieren erschwinglich werden ließen. Die illustrierte Massenpresse und der Film bildeten die industrialisierten Gegenstücke zu dieser Privatisierung des Blicks. In der Medienmoderne des beginnenden 20. Jahrhunderts entstanden nun erstmals auch Bilder von Arbeitern über Arbeiter: Amateurfotografien, die das eigene Bild vom Alltag in den Familien und Fabriken vermittelten, vom Kampf auf den Straßen und von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft berichteten. Motivwahl, Komposition und Montage wurden von diesen Arbeiterfotografien auf spezifische Art und Weise genutzt. In der Ausstellung werden ihre Aufnahmen aus Sammlungen in Sachsen in Beziehung zu anderen Objekten, Bildern und Symbolen aus dem Arbeitermilieu gesetzt. Hierin wird das Vordringen der Arbeiterschaft in den öffentlichen Raum sichtbar – einem Bereich, in dem sie als Minderprivilegierte bis dahin kaum vertreten gewesen waren.
Auf hsozkult findet sich eine ausführliche Besprechung von Ausstellung und Katalog, verfasst von Günter Agde.
Informationen über das der Ausstellung zugrunde liegende Forschungsprojekt, in dem fotohistorische und volkskundliche Ansätze miteinander verknüpft wurden, gibt es hier.
Donnerstag, 18. Juni 2015
ANSICHTSSACHE NR. 74: Objekte und Bilder zur Migrationsgeschichte der Kammgarnfabrik Bad Vöslau



Quelle Fotos
Noch bis zum 28. Juni 2015 ist die Ausstellung zur Migrationsgeschichte der Kammgarnfabrik in Bad Vöslau zu sehen: "Böhmzipf - Jugozipf - Klein Istanbul" - ein Projekt des Viertelfestival NÖ/Industrieviertel 2015.
Kuratiert wurde die partizipative Ausstellung von Kazuo Kandutsch, Christiane Rainer und Katrin Sippel (= Team von Geschichte Willkommen).
Ort der Ausstellung ist das Kraftwerk der Kammgarnfabrik. Zum ersten Mal seit über 40 Jahren ist damit dieses Industriedenkmal wieder öffentlich zugänglich. Näheres zur Ausstellung und zum Rahmenprogramm gibt es hier.
Samstag, 13. Juni 2015
FOTOSACHE NR. 49: Haus & Garten
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| Aufnahme aus der Verkaufsausstellung von Haus & Garten, publiziert 1926 in der Zeitschrift Innen-Dekoration |
Heute in meiner Fotoglosse im Extra der Wiener Zeitung: Moderne Möbel und Leuchten, aufgenommen in den 1920er Jahren, entworfen vom Wiener Architekten Josef Frank und präsentiert in der Verkaufsausstellung der von ihm gemeinsam mit Oskar Wlach betriebenen Einrichtungsfirma "Haus & Garten".
Samstag, 16. Mai 2015
FOTOSACHE NR. 48: New Yorker Felshaufen
Freitag, 15. Mai 2015
TERMINSACHE NR. 90: Textilien und materielle Kultur im Wandel (CFP)
Das vom Schweizerischen Nationalfond geförderte Forschungsprojekt „Textilien und materielle Kultur im Wandel: Konsum, kulturelle Innovation und globale Interaktion in der Frühen Neuzeit“ veranstaltet vom 14. bis 16. April 2016 eine Tagung zum Thema "Textilien und materielle Kultur im Wandel: Konsum, Distribution und globale Interaktion" (im Haus der Universität in Bern). Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere die bedruckte Baumwolle, die seit dem 16. Jahrhundert die Sachkultur Europas nachhaltig zu verändern begann.
Der CFP findet sich hier.
Sonntag, 10. Mai 2015
Freitag, 8. Mai 2015
TERMINSACHE NR. 89: Wiener Hausnummern
Demnächst gibt es wieder eine Gelegenheit, einen Hausnummernvortrag von Anton Tantner (hier geht es zu seinem Blog) und die dazugehörige Flanerie zu besuchen:
Wiener Adressen. Das Geheimnis der Hausnummern Wiens
Freitag, 22.5.2015, 19:00-20:30 (Vortrag)
Ort: VHS Wiener Urania, Uraniastraße 1, 1010 Wien
Samstag 23.5.2015, 15:00-16:30 (Stadtflanerie)
Treffpunkt wird tags zuvor beim Vortrag bekanntgegeben
Kosten: 12 Euro
Anmeldung und Buchung unter http://www.vhs.at/kurs-details/vhs-wien-kurse/Wiener-Adressen-Kurs/287332738.html
Ankündigungstext:
Klein und unscheinbar haben sie sich an die Häuser festgemacht: Die Hausnummern. Sie scheinen keine Geschichte zu haben, so selbstverständlich, so alltäglich sind sie für uns geworden; dabei wurden die 1770 vergebenen "Konskriptionsnummern" nicht etwa eingeführt, um den in der Stadt lebenden Menschen oder Fremden die Orientierung zu erleichtern, sondern um gemeinsam mit einer Volkszählung - der "Seelenkonskription" - ein neues Rekrutierungssystem vorzubereiten. Manche der damals vergebenen Nummern sind heute noch an den Wänden der Häuser sichtbar; der Vortrag erklärt, wie es dazu gekommen ist, die Flanerie stellt einige der noch erhaltenen Konskriptionsnummern vor und liefert damit Einblicke in die Geschichte vergangener und gegenwärtiger Ordnungssysteme.
Donnerstag, 7. Mai 2015
DRUCKSACHE NR. 45: Writing Material Culture History
Samstag, 25. April 2015
FOTOSACHE NR. 47: Schubert-Verkleidung
Donnerstag, 23. April 2015
TERMINSACHE NR. 88: Wien unerwartet - eine fotografische Erkundung
Jane's Walk Vienna 2015:
Wien unerwartet – eine fotografische Erkundung
Walk Leader: Martin Frey, Philipp Graf
Samstag 2. Mai 2015, 11 Uhr
Start: Wien Hauptbahnhof
Treffpunkt: Haupthalle beim Löwendenkmal
Begrenzte Teilnehmerzahl – “first come – first walk”
Keine Anmeldung erforderlich
Nähere Infos
Aus den Ankündigungstexten:
Anlässlich des Gedenkens an die amerikanische Stadtforscherin Jane Jacobs finden alljährlich weltweit am ersten Wochenende im Mai sogenannte Jane’s Walk statt, die zum Ziel haben, urbane Gegenden und Mikrokosmen zu erkunden.
Ein alter Würfel hilft uns bei der Wahl des Verkehrsmittels, der Linie, der Richtung und der Anzahl der Stationen. Nach Ankunft am jeweiligen Ort werden die ersten Sinneseindrücke in Stichworten niedergeschrieben. Danach wird die Atmosphäre an jenem Ort und zu jenem Zeitpunkt subjektiv erforscht und mittels Kamera festgehalten. Das nächste Ziel und der Endpunkt der Reise ist noch ungewiss, wir würfeln erneut und setzen unsere Reise fort. (Inspired by laboratoire dérive - Forschungsreisen international)
Benötigte Utensilien:
Fotoapparat, Notizblock, Schreibgerät, Tagesfahrschein der Wiener Linien. Alle Fotoformate sind möglich (Analog- und Digitalkameras, Lochbild, Handy-Kamera, Lomo, usw.)
Dokumentieren:
Die Reise wird von allen TeilnehmerInnen fotografisch und schriftlich individuell erfasst.
Der Würfel entscheidet:
Die vorhandenen Verkehrsmittel und -linien am Ausgangsort bekommen einen Würfelwert von 1-6 zugeordnet. Nun wird als 1. das Verkehrsmittel (U-Bahn, Straßenbahn oder Bus), 2. die Linie, 3. die Richtung und 4. die Anzahl der zu fahrenden Stationen per Würfel ermittelt. Die Reise beginnt.
Psychogeographie:
Nach Verlassen des Verkehrsmittels überlässt sich die Forschungsgruppe der psychogeographischen Wirkung der unmittelbar vorgefundenen Umgebung. Der neugierige Blick wird zum Wegweiser der umher schweifenden Erkundung. Nachdem dies dokumentiert wurde, wird die Reise fortgesetzt.(Psychogeographie untersucht, welchen Einfluss die architektonische oder geographische Umgebung auf die Wahrnehmung, das psychische Erleben und das Verhalten hat.)
Teilen der Forschungsergebnisse:
Die TeilnehmerInnen werden eingeladen, ihre ausgewählten Fotografien auf Flickr hochzuladen und mit der von uns angelegten Gruppe „ Jane’s Walk Vienna 2015: Wien unerwartet“ zu teilen
Montag, 20. April 2015
DRUCKSACHE NR. 44: Fotografierter Staub
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| © Klaus Pichler: Dust # 08: Tailor No.1 |
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| © Klaus Pichler: Dust # 13: Furniture Store No. 01 |
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| © Klaus Pichler: Dust # 82: Police Station |
Der Fotograf Klaus Pichler hat sich längere Zeit mit Staub beschäftigt - mit normalem Wohnungsstaub, mit Staub in Geschäften, U-Bahnstationen, Polizeistationen und anderen Orten. Sein Fotoprojekt liegt nun in Buchform vor:
Klaus Pichler: Dust, Wien (AnzenbergerEdition) 2015, Text von Josef Haslinger.
Ankündigungstext:
Dust as a by product of civilisation, the enemy of a sterile society, a constant presence hidden in corners, nooks and crannies. Also, a microcosm made up of multiple components, a combination of different colours, textures and structures, a construct reproducing itself. Every bit of dust is different, each space produces it's unique type of dust, depending on its nature and its individual use. Over the last two years Klaus Pichler had been looking for accumulations of dust, fluff and grime in various locations in and around Vienna. In commercial premises, factories, private properties, doctor's surgeries etc. etc. It was important to him to offer a representative cross section of all basic functions of society, a kind of ‘typology of dust' in its various shapes and forms. Pichler logged the ‘dust samples' he had gathered in an archive and took photographs of them in a studio, all under the same conditions. The result was 99 photographs of dust which offer an insight into its surprisingly varied appearances.
Website Klaus Pichler
Infos zum Buch
Freitag, 10. April 2015
TERMINSACHE NR. 87: Mütter und Dinge
Freitag, 17. April 2015, 19.00
Mütter, Dinge, Widerstand und Eigensinn
feminismen diskutieren
Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien
Mütter werden gern dafür verantwortlich gemacht, eine Ordnung der Dinge herzustellen. Das wird hinsichtlich (über)mächtiger Eigenarten sowie zeit- und raumvernichtender Mechanismen untersucht: Der Handschuh, die Mikrowelle, das Handy sind Hauptgegenstände einer Analyse, in der mach-lose Aufgaben von Haben und Besorgen und scheinbar ohnmächtige Positionen im Zirkulieren von Waren und Dingen feministisch-kritisch untersucht werden.
Gerlinde Mauerer, Sozialwissenschafterin, Universität Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit der Bildungsstätte Frauenhetz und dem Verband feministischer Wissenschafterinnen
Mütter werden gern dafür verantwortlich gemacht, eine Ordnung der Dinge herzustellen. Das wird hinsichtlich (über)mächtiger Eigenarten sowie zeit- und raumvernichtender Mechanismen untersucht: Der Handschuh, die Mikrowelle, das Handy sind Hauptgegenstände einer Analyse, in der mach-lose Aufgaben von Haben und Besorgen und scheinbar ohnmächtige Positionen im Zirkulieren von Waren und Dingen feministisch-kritisch untersucht werden.
Gerlinde Mauerer, Sozialwissenschafterin, Universität Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit der Bildungsstätte Frauenhetz und dem Verband feministischer Wissenschafterinnen
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