"Wir wurzeln alle im Alltage.
Seine Gewohnheiten machen für die
meisten schlechthin das Leben aus.
In diesem Alltag, den bloss der unbesonnene
Élegant des Geistes bespöttelt, liegt etwas
sehr Grosses ... liegt unsere Cultur."
Michael Haberlandt: Cultur im Alltag. Wien 1900.



Dienstag, 22. Dezember 2015

TERMINSACHE NR. 101: Technikgeschichte als Objektgeschichte



"Objektgeschichte(n)" widmet sich die Jahrestagung des VDI/Ausschuss Technikgeschichte, die vom 11. bis 12. Februar 2016 in Bochum stattfindet und sich mit den Potenzialen einer objektorientierten Technikgeschichtsschreibung beschäftigt. Die Vorträge thematisieren unter anderem Baufahrzeuge und Krankenhausbetten. Nähere Infos und Programm hier.


Samstag, 19. Dezember 2015

FOTOSACHE NR. 58: Asyl- und Werkhaus der Stadt Wien



Asyl- und Werkhaus der Stadt Wien, frühes 20. Jahrhundert


Heute in meiner Fotoglosse im Extra der Wiener Zeitung: Eine Aufnahme aus dem frühen 20. Jahrhundert, sie zeigt das Asyl- und Werkhaus der Stadt Wien vom Eingang Arsenalstraße im 3. Bezirk aus gesehen. Für diese Armenanstalt der Gemeinde Wien wurde im späten 19. Jahrhundert das ehemalige Fabriksgebäude des Heeresausrüsters Skene & Consorten adaptiert und später immer wieder erweitert, da aufgrund steigender Teuerungen und Wohnungsnot die Zahl der Obdachlosen immer größer wurde.



Freitag, 18. Dezember 2015

TERMINSACHE NR. 100: Künstlichkeit versus Natürlichkeit? Technik und Design neuer Materialien in Geschichte und Gegenwart (CFP)



Vom 29. April bis zum 1. Mai 2016 findet in Düsseldorf eine von der Gesellschaft für Designgeschichte und der Gesellschaft für Technikgeschichte organisierte Tagung zum Thema "Künstlichkeit versus Natürlichkeit? Technik und Design neuer Materialien in Geschichte und Gegenwart" statt. Nähere Infos gibt es auf hsozkult, die Deadline für die Einreichung von Beiträgen ist der 31. Jänner 2016.


Samstag, 12. Dezember 2015

FOTOSACHE NR. 57: Ula Wiznerowicz fotografiert häusliche Alltagsdinge



© Ula Wiznerowicz, Quelle
© Ula Wiznerowicz, Quelle
© Ula Wiznerowicz, Quelle
© Ula Wiznerowicz, Quelle
© Ula Wiznerowicz, Quelle
© Ula Wiznerowicz, Quelle


Die derzeit in Amsterdam lebende polnische Fotografin Ula Wiznerowicz fotografiert in sozialdokumentarischer Absicht Menschen und Alltagsszenen. Hier geht es zu ihrer Website und hier zu ihrem Blog.






Donnerstag, 10. Dezember 2015

DRUCKSACHE NR. 49: Crowdfunding für Kochbuchgeschichte



Über Regina Frischs Arbeit zur Geschichte des Bayerischen Kochbuchs  (hier geht es zu ihrer Website) habe ich hier schon einmal berichtet. Nun gibt es ein Crowdfunding-Projekt für die Publikation der Forschungsergebnisse (Ende des Finanzierungszeitraums: 31. Jänner 2016):  Biografie eins Kochbuchs.
Es geht um Kochbuchgeschichte als Kultur- und Sozialgeschichte, exemplarisch dargelegt anhand des Bayerischen Kochbuchs, das seit über 100 Jahren in immer wieder neu bearbeiteten Auflagen erscheint und somit nicht nur Ernährungs- und Haushaltsgeschichte widerspiegelt, sondern auch wechselnde politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen.


Mittwoch, 9. Dezember 2015

TERMINSACHE NR. 99: Materialität/en und Geschlecht



Vom 12. bis 13. Februar 2016 findet an der Humboldt Universität zu Berlin eine vom Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterforschung veranstaltete Tagung zum Thema "Materialität/en und Geschlecht" statt - mit einer Vielzahl an Beiträgen zu unterschiedlichsten Themenbereichen und Fragestellungen. 
Nähere Infos und Programm hier und hier.
 
Ankündigungstext:

Die Tagung möchte mit „Materialität/en“ ein Thema fokussieren, das im Zentrum der Genderdebatte steht.
Dazu gehören einmal alle Fragen um den Körper in verschiedenen Kontexten als geschlechtlichen, vergeschlechtlichten bzw. geschlechtlich codierten Bezugspunkt von Geschlechteridentität, Sexualität / Begehren und gesellschaftlicher Geschlechterordnung.
Zweitens betrifft dies auch die Analyse des Gendering kultureller und technischer Artefakte / Dinge bzw. Relationen / Objekte / Materialien / Strukturen, wie sie z.B. in kunst-, kultur- und medienwissenschaftlichen Ansätzen, aber auch in den Science and Technology Studies untersucht werden. Drittens formulieren heterogene Ansätze der New Material Feminisms sowie affekttheoretische Perspektiven mittels neuer Materieverständnisse körperliche Konstellationen jenseits der bisher implizit mitgeführten Dichotomien wie belebt-unbelebt, organisch-technisch, innen-außen, eigenes-anderes, passiv-aktiv. Ein vierter maßgeblicher Bereich umfasst Untersuchungen zu sozialen und ökonomischen Materialisierungen geschlechtsdifferenzierender Ungleichheitsverhältnisse.
Die Jahrestagung bietet ein Forum, diese vier verschiedenen Aspekte des Themas Materialität/en und Geschlecht in vielfältigen Weisen zu diskutieren.



Freitag, 4. Dezember 2015

TERMINSACHE NR. 98: DingGeschichte. Museen und Sammlungen in historischer Perspektive



Die "Kölner Vorträge" an der Universität zu Köln beschäftigen sich im Wintersemester 2015/16 mit den Zusammenhängen von Geschichte/Geschichtswissenschaft und materieller Kultur. Nähere Infos zu der von Habbo Koch und Steffi de Jong organisierten Veranstaltungsreihe finden sich hier. 


Ankündigkungstext:

Mit dem „material turn“ hat die Geschichte der Dinge und mit ihr die Materialität der Lebenswelt in den letzten Jahren eine wachsende Aufmerksamkeit in der neuzeitlichen Geschichtswissenschaft gefunden. Denn Dinge „gibt“ es nicht nur, sie haben auch einen nicht-subjektiven Eigensinn, den es zu historisieren gilt. Ihre grundlegende Bedeutung für das Erfahren, Handeln und Kommunizieren des modernen Menschen ist von Jean Baudrillard bis vor allem Bruno Latour ins Zentrum einer Theorie des Sozialen und Kulturellen gerückt worden.
Einen besonderen Ort haben Dinge in Museen und Sammlungen. Dort durchlaufen sie, wie bereits Krzysztof Pomian mit seinem Begriff der „Semiophore“ gezeigt hat, einen dauernden Bedeutungswandel. Indem sie gesammelt, ausgestellt, ausgeliehen, eingelagert und wiederentdeckt werden, ändern sich fortlaufend ihre semiotischen und materiellen Dimensionen: So wird aus dem Horn eines Einhorns als Highlight jeder „Wunderkammer“ im Raum des Naturkundemuseums ein wenig spektakulärer Narwalzahn.
Zuletzt hat Neil MacGregor mit seiner „Geschichte der Welt in 100 Objekten“ in so populärer wie eindrücklicher Weise den Zusammenhang von Dingen, ihren Geschichten und der Ge-schichte am Beispiel von Museumsgegenständen belegt. Zusammen mit dem Auftakt der Studienrichtung „Public History“ im Rahmen der Kölner Masterstudiengänge in Geschichte bietet dieses neue Interesse an den Dingen Grund und Gelegenheit, die Rolle von Museen und Sammlungen anhand der in ihnen erhaltenen, verwalteten und gezeigten Dinge in historischer Perspektive zu betrachten.
Was geschieht in Museen und Sammlungen mit den Dingen? Was macht sie zum Objekt, wie werden sie klassifiziert und bewertet? Wie wird das Materielle zum „Objekt“ und zum „Expo-nat“? Wie verhalten sich Narrative, Dinge und ihre räumlichen Arrangements? Was machen Museen mit den Dingen und umgekehrt, die Dinge mit den Museen? Welchen Ort haben Dinge durch ihre musealen Repräsentationen für die Deutungen und Sinnstiftungen der Moder-ne? Wie hängen Geschichtsschreibung, die Geschichten von Dingen und ihre materielle Überliefung zusammen?
Die „Kölner Vorträge“ wollen somit anhand von Museen und Sammlungen nach historischen Prozessen von Materialisierungen im Verhältnis des Menschen zu anderen lebendigen und nicht-lebendigen Dingen als Grundkonstellation einer Geschichte von Körperlichkeit, Subjektivität und Vergesellschaftung fragen. Museen und Sammlungen sollen hier als besondere Ordnungsform, Repräsentationskultur und Narrativierungspraxis dieses Verhältnisses analysiert werden.



Samstag, 28. November 2015

FOTOSACHE NR. 56: Dolomitenhof



Archiv Susanne Breuss


Heute in meiner Fotoglosse im Extra der Wiener Zeitung: Eine kolorierte Fotopostkarte aus dem frühen 20. Jahrhundert. Zu sehen sind die Sextner Dolomiten mit Elferkofel und Zwölferkofel vom Fischleintal (einem Seitental des Südtiroler Hochpustertals) aus. Beim Gebäude in der Bildmitte handelt es sich um den Dolomitenhof, ein 1906 eröffnetes Hotel für Bergtouristen auf 1.450 Meter Seehöhe. Errichtet und betrieben wurde es von der Bergsteigerlegende Sepp Innerkofler und seiner Frau Maria. 


Donnerstag, 26. November 2015

DRUCKSACHE NR. 48: Politische Mahlzeiten


Um "Essen als ein Aktionsfeld des Politischen" geht es in einem neuen Sammelband:
Regina F. Bendix / Michaela Fenske (Hrsg.): Politische Mahlzeiten. Political Meals, Münster 2014 (LIT Verlag).
Die Bandbreite der Beiträge reicht von Ernährungsfragen im Kontext von Subsistenz, Armut und Gesundheit über die Wirksamkeit von Ordnungen und Normen bis hin zur Inszenierung von Gastlichkeit und parteipolitischem Essen. 

Eine Besprechung des Buches von Jonathan Roth gibt es auf hsozkult.

 

Dienstag, 24. November 2015

ANSICHTSSACHE NR. 84: Rettung verwaister Alltagsdinge



Gieskannenprinzip, Gabriele Rérat

Giesskannenprinzip, 2006 / Gabriele Rérat , Foto: H.R. Rohrer


 
Im Berliner Museum der Dinge ist unter dem Titel "Sehwaisen" noch bis 11. Jänner 2016 eine Ausstellung mit Objekten der Schweizer Künstlerin Gabriele Rérat zu sehen.

Aus dem Ankündigungstext:
Abseits der früheren Gebrauchszusammenhänge richtet sich Rérats Blick auf das ästhetische Potential und die poetische Natur der Dinge. In ihren Assemblagen und ungewöhnlichen Objektarrangements findet sie neue Bedeutungen für die Objekte vergangener Alltage. 

Geprägt durch einen Berliner Studienaufenthalt in den späten 1980er Jahren sind banale alltägliche Dinge für Rérats künstlerische Arbeit zum Vokabular und zu ihrem zentralen Ausdrucksmittel geworden. Die von ihr verwendeten Fundstücke sind als "Seh-Waisen" zu verstehen, d.h. als verwaiste Dinge, denen die Künstlerin mit ihrer spezifischen Sicht einen neuen Seinszustand verschafft hat.

Nähere Infos hier.


Dienstag, 17. November 2015

TERMINSACHE NR. 97: Lebenszyklus der Dinge



Vom 4. bis 5. Dezember 2015 findet an der Universität Paderborn/Deutschland eine vom Forschungsprojekt "Kulturelle Zyklographie der Dinge" veranstaltete Tagung zum Thema "Lebenszyklus und (Selbst-) Biographien von Dingen" statt.
Nähere Infos hier.


Freitag, 13. November 2015

TERMINSACHE NR. 96: Musealisierte Mode



Vom 30. November bis 1. Dezember 2015 findet an der Technischen Universität Dortmund eine vom Institut für Kunst und Materielle Kultur / Seminar für Kulturanthropologie des Textilen veranstaltete Tagung zum Thema "Musealisierte Mode: Positionen, Thesen, Perspektiven" statt.
Nähere Infos und das Programm finden sich hier.


Mittwoch, 11. November 2015

ANSICHTSSACHE NR. 83: Stammbücher und Poesiealben



© ÖMV/Österreichisches Museum für Volkskunde


Im Österreichischen Museum für Volkskunde in Wien ist noch bis zum 22. November 2015 eine Ausstellung zum Thema "Denk an mich! Stammbücher und Poesiealben aus zwei Jahrhunderten" zu sehen (nähere Infos hier). 
Hier ein kleiner Text dazu von Nora Witzmann, der Kuratorin der Ausstellung: 

In der Ausstellung "Denk an mich!" geben die Seiten und Blätter der Alben und Kassetten ihre gehüteten Einträge in Schönschrift, die persönlichen Widmungen und den reichen Bildschmuck preis. Was im 16. Jahrhundert im reformatorischen Umfeld der Universität Wittenberg begann, wurde im Biedermeier zur Domäne der Frauen. Schwärmerische Liebe und Beteuerungen inniger Freundschaft finden sich darin neben sentimentalen Sprüchen und stereotypen Versen. Das Vergissmeinnicht ist allgegenwärtig. In Kinderhänden, vor allem im Besitz der Mädchen, waren sie noch bis in die 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Must-have. Die Glanzbilder wurden in dieser Zeit von Aufklebern abgelöst, die persönliche Handschrift aber war geblieben.


Dienstag, 10. November 2015

TERMINSACHE NR. 95: Holz in der Vormoderne



Vom 28. bis 30. September 2016 findet in Krems/Niederösterreich ein vom Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit sowie vom Interdisziplinären Zentrum für Mittelalter-Studien der Universität Salzburg veranstalteter Workshop zum Thema "Holz in der Vormoderne. Werk-Stoff - Wirk-Stoff - Kunst-Stoff" statt. Ziel ist ein Dialog zwischen Material- und Kulturwissenschaften.
Nähere Infos hier. 
Bewerbungsschluss für Beiträge ist der 15. Dezember 2015.


Samstag, 31. Oktober 2015

FOTOSACHE NR. 55: Österreich auf der Berliner Reise- und Fremdenverkehrsausstellung von 1911





Heute in meiner Fotoglosse im Extra der Wiener Zeitung: Die vom Wiener Architekten Otto Prutscher gestaltete Österreich-Abteilung auf der großen Internationalen Ausstellung für Reise- und Fremdenverkehr im Jahr 1911. Der österreichische Beitrag galt als besonders gut gelungen, ein Medienbericht vermerkte dazu: "Es ist ein Genuß, diese Interieurs zu durchwandern, die so diskret und doch verführerisch den überreichen Schönheitschatz der österreichischen Lande ausbreiten".


Samstag, 3. Oktober 2015

FOTOSACHE NR. 54: Großstadt-Fundsachen






Heute in meiner Fotoglosse im Extra der Wiener Zeitung: Ein Berliner Fundbüro zu Beginn des 20. Jahrhunderts. In einer Großstadt wie Berlin mit seinen zahlreichen Verkehrsmitteln, Lokalen und Veranstaltungsorten fielen alljährlich riesige Mengen an verlorenen und vergessenen Gegenständen an (so waren es bei Regenwetter allein 800 bis 1.000 Regenschirme täglich). Sie wurden in mehreren Fundbüros, viele davon an Bahnhöfen, gesammelt und sortiert, und entweder an ihre Besitzer ausgegeben oder nach dem Ende der Aufbewahrungsfrist versteigert. 



Samstag, 5. September 2015

FOTOSACHE NR. 53: Elegante Seebad-Mode






Heute in meiner Fotoglosse im Extra der Wiener Zeitung: Mondäne Seebad-Mode aus Frankreich aus dem Jahr 1904. Das aus dem Maison Redfern in Paris stammende Ensemble besteht aus einem hochgeschlossenen Musselin-Kleid mit Spitzenbesatz, einem Mantel aus weißem Tuch mit Atlas-Futter und gestickten Bordüren sowie einem schwarzen Strohhut mit Federschmuck und Silberschnalle - die passende Garderobe also für das gehobene Gesellschaftsleben in den eleganten Seebädern wie Biarritz oder Deauville, wo die Sommersaison damals bis Ende September dauerte.


Freitag, 4. September 2015

TERMINSACHE NR. 94: Materialität(en)



Vom 29. bis 31. Oktober 2015 findet in Stuttgart unter dem Titel "Materialität(en)" die 21. Fachtagung des Arbeitskreises Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit statt. Vorgestellt werden Projekte, die die Perspektive des material turn mit der Kategorie Geschlecht verknüpfen. Die Referate beschäftigen sich unter anderem mit Messern und Männlichkeit, der Aussteuer, dem Damensattel, sowie jenen Dingen, die eine Prinzessin auszeichnen.
Nähere Infos hier.

 

Dienstag, 1. September 2015

FOTOSACHE NR. 52: Bäuerliche Alltagskultur - Fotografien von Martin Rosswog



Martin Rosswog: aus der Bildreihe "Maria Kiszler (Donauschwäbin), Cikó, Ungarn", April 2003; 
© Martin Rosswog, VG Bild-Kunst, Bonn, 2015 (Quelle)



Der deutsche Fotograf Martin Rosswog beschäftigt sich in seinem Werk seit Jahrzehnten mit der bäuerlichen Alltagskultur. Als Schüler von Bernd und Hilla Becher hat er deren ästhetisches Konzept um die sozio-kulturelle Dimension erweitert und spürt mit seiner Kamera an den Rändern der europäischen Zivilgesellschaften den fragil gewordenen ländlichen Lebensweisen traditioneller Prägung nach.
Hier geht es zu seiner Website.


 Warning

Montag, 17. August 2015

ANSICHTSSACHE NR. 82: "Mamsch beim Bügeln"



Im neuesten Beitrag der Serie "Die Rückseite des Films" (nähere Infos zum Projekt hier), einer Kooperation zwischen dem Österreichischen Filmmuseum und derStandard.at, wird gebügelt: "Mamsch beim Bügeln", aufgenommen von einem Amateur um 1950 - zu finden hier.



Freitag, 14. August 2015

ANSICHTSSACHE NR. 81: Sammeln - Lieben und Haben



Flaschenpost
Quelle


Noch bis zum 1. November 2015 ist im Ausstellungshaus Spoerri in Hadersdorf am Kamp/Niederösterreich eine Ausstellung mit dem Titel "Lieben und Haben - Liebhaben.Liebhaber.Sammler" zu sehen. Neben Sammelstücken (Absätze, Gehstöcke, Kinderschuhe, Christbaumständer, Teppichklopfer und anderes mehr) von Daniel Spoerri selbst werden Sammelobjekte unterschiedlichster Art von zahlreichen anderen Personen präsentiert - zum Beispiel: Bürsten und Besen von Tex Rubinowitz und Hertha Hurnaus, Margarinefiguren von Theo Kerp, Wiener Schachteln von Nives Widauer, Trauerbilder und Schmuck aus Haaren von Leni van Heukelum oder Flaschenpost-Sendungen von Joachim Römer (einige dieser Flaschen sind auf obiger Abbildung zu sehen).  
Nähere Infos hier.


Samstag, 8. August 2015

FOTOSACHE NR. 51: Schwimmrekord






Heute in meiner Fotoglosse im Extra der Wiener Zeitung: Zwei junge Frauen im Badeanzug, aufgenommen im Sommer 1926 und publiziert in einer Sport- und Gesellschaftsillustrierten. Bei den Abgebildeten handelt es sich um die damals sehr populären US-amerikanischen Schwimmerinnen Helen Wainwright und Gertrude Ederle. Letztere (rechts im Bild) wurde kurze Zeit später zur Weltsensation: Am 6. August 1926 gelang ihr als erster Frau die Durchquerung des Ärmelkanals - wofür sie fast zwei Stunden weniger benötigte als der bisherige männliche Rekordinhaber.  



Donnerstag, 6. August 2015

ANSICHTSSACHE NR. 80: Schnee und Eis



Quelle
Quelle
Quelle
Quelle


Weil es so schön zu virtuellen Entdeckungsreisen einlädt und wegen der real herrschenden Hitze gibt es hier noch einige weitere Beispiele aus dem neuen Ansichtskartenportal der Österreichischen Nationalbibliothek AKON - Ansichtskarten Online - vielleicht hat ja der Anblick der Gletscher eine kühlende Wirkung...



Quelle
Quelle



Mittwoch, 5. August 2015

ANSICHTSSACHE NR. 79: AKON - Ansichtskarten Online



Quelle
Quelle
Quelle
Quelle
Quelle


Die Österreichische Nationalbibliothek stellt jetzt mit "AKON - Ansichtskarten Online" ein Portal mit 75.000 digitalisierten historischen Ansichtskarten mit topographischen Motiven aus der ganzen Welt online zur Verfügung - hier sind einige Beispiele zu sehen. Nähere Infos gibt es hier.



Quelle


Donnerstag, 30. Juli 2015

DRUCKSACHE NR. 47: Küche, Kühlschrank, Kilowatt



Vor zwei Jahren hat sie für diesen Blog ein exemplarisches Objekt aus dem Kontext ihrer technik- und konsumhistorischen Forschungen näher vorgestellt (siehe Sachkunde Nr. 2), inzwischen ist ihre Dissertation fertig und als Buch erschienen:
Sophie Gerber: Küche, Kühlschrank, Kilowatt. Zur Geschichte des privaten Energiekonsums in Deutschland 1945-1990 (= Historie 72). Bielefeld (Transcript Verlag) 2015.
Eine Besprechung dazu von Silke Fengler gibt es auf hsozkult


Freitag, 24. Juli 2015

ANSICHTSSACHE NR. 78: Geschichte der Caprihose



tim-sonderausstellung-capri-hose-2015
Quelle


Im Textil- und Industriemuseum Augsburg ist noch bis 20. September 2015 eine Ausstellung zur Geschichte der Capri-Hose zu sehen. Nähere Infos hier.


Donnerstag, 23. Juli 2015

TERMINSACHE NR. 93: Strümpfe aus Deutschland. Geschichten von Produktion und Konsumtion



Vom 24. bis 25 September 2015 findet im Kloster Irsee folgende Tagung statt:

„Strümpfe aus Deutschland. Geschichten von Produktion und Konsumtion in der Neuzeit“ 

Tagungsort:
Kloster Irsee
Tagungs- und Bildungszentrum
Klosterring 4
D - 87660 Irsee

Veranstalter:
Heimatpflege des Bezirks Schwaben
Schwabenakademie Irsee
Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim)

Tagungsleiter:
Dr. Peter Fassl, Heimatpfleger des Bezirks Schwaben, Augsburg
Dr. Karl Borromäus Murr, Leiter des Staatlichen Textil- und Industriemuseums Augsburg


Die Anmeldung zur Teilnahme kann bis spätestens 12.09.2015 auf folgender Seite erfolgen: http://www.schwabenakademie.de/cms/programm/details/article/struempfe-aus-deutschland/


Ankündigungstext:

Die historische Forschung hat das Kleidungsstück „Strumpf“ bisher kaum in den Blick genommen. Einigen Aspekten dieses Desiderats wendet sich die interdisziplinäre Tagung „Strümpfe aus Deutschland“ zu. Zunächst richtet sie ihre Aufmerksamkeit auf den süddeutschen Raum in der Frühen Neuzeit, um dann die Perspektive auf Herstellung und Vertrieb von Strümpfen im 19. und 20. Jahrhundert zu öffnen. Fokussiert werden jene deutschen Familienunternehmen, die aufgrund ihrer erfolgreichen Strumpffabrikation im Kaiserreich zu bedeutenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteuren aufstiegen.
Werbung und Verbrauch sollen ebenfalls im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Dabei gilt es unter anderem, sowohl nach zeitgenössischen Moralvorstellungen als auch nach Entwicklungen der Mode zu fragen, die immer wieder miteinander in Konflikt gerieten. Nicht zuletzt bietet die Rezeptionsgeschichte von Strümpfen in Literatur und Film eine interessante Perspektive, mit der die Tagung beschlossen werden soll.
Die Veranstaltung setzt sich zum Ziel, ausgehend von einem nebensächlich erscheinenden Objekt der materiellen Alltagskultur zu zentralen Themen in Kultur und Gesellschaft vorzustoßen.



Programm:
 

24. September 2015

I. Herstellung und Vertrieb von Strümpfen in der Frühen Neuzeit am Beispiel Schwabens

10.00 – 13:30 Uhr 


Peter Fassl, Karl Borromäus Murr:
Begrüßung und Einführung

Peter Fassl:
Strumpfherstellung in Süddeutschland. Vom Handwerk zur Industrie

Dorothea Brenner:
Strumpfproduktion und Vertrieb an Beispielen aus Württemberg

Sabine Sünwoldt:
Die Strumpfwirkerei in Schwabmünchen und Umgebung

Anke Sczesny:
Zünftisches und nichtzünftisches Strumpfhandwerk in Mittelschwaben

Dieter Spindler:
Die Strumpfstricker- und Strumpfwirkerzünfte in Babenhausen, Nesselwang,
Grönenbach und Memmingen

Gerhard Klein:
Die Strumpfwirkerzunft in Immenstadt

Diskussion

13.30 – 14:30 Uhr
Mittagessen


II. Die industrielle Strumpfproduktion im 19. und 20. Jahrhundert

14.30 – 17.15 Uhr

Ernst Höntze:
Zum Wissenstransfer in der Technik der Strumpfherstellung vom 17. bis zum 20. Jahrhundert

Michael Schäfer:
Strümpfe aus Sachsen. Industrieller Wandel und Weltmarktbeziehungen in der sächsischen Strumpfwirkerei.

Martin Schmidt:
„Und plötzlich waren sie da!“ – Die vielfältige Strick- und Strumpfindustrie als Herausforderung für das LWL-Industriemuseum

Michaela Breil:
Flucht, Vertreibung, Wiederaufbau – Die Familienunternehmer Kunert und Bahner in Schwaben 1945-1989

Diskussion


25. September 2015

III. Maschen, Mode, Moral. Die Rolle der Strümpfe in der Konsumgeschichte

10.00 – 13.30 Uhr

Ludmila Gelwich:
Die Herrschaft des entfesselten Beines. Zur Konstruktion von Weiblichkeit in der Modeberichterstattung der 1920er Jahre

Claudia Gottfried, Christiane Syré:
Kann ein Strumpf politisch sein? Eine kleine Geschichte zum Strumpf im Nationalsozialismus

Birgit Haase:
Mythen der Moderne – Vom Kunstseidenstrumpf zur Nylonstrumpfhose

Gundula Wolter:
Glatt & seidig. Tabubrüche in der Werbung für Damenstrümpfe 1950-1970

Karl Borromäus Murr:
„Shapewear“ – Körperkonzepte im Spiegel der Falke-Werbekampagnen von den 1950er bis zu den 2010er Jahren

Diskussion

13.30 – 14.30 Uhr
Mittagessen

14.00 – 17.00 Uhr

Heike Krause:
Beinkönigin versus Miss Germany - Marketingstrategien der Strumpffirmen ARWA und Opal

Michaela Breil:
Vom Fachhandel zum Internetshop. Der Vertrieb von Strümpfen im 20. Jahrhundert

Julia Bertschick:
Die Sprache der Strümpfe - Mode für die Beine in der Literatur

Daniel Devoucoux:
Das Loch im Strumpf. Ein filmischer Blick auf bewegte Maschen

Abschlussdiskussion


Kontakt:
Ludmila Gelwich
tim|Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg
Augsburger Kammgarnspinnerei
Provinostraße 46
86153 Augsburg
Tel.: 0821/81001-544
http://www.timbayern.de/



Dienstag, 14. Juli 2015

DRUCKSACHE NR. 46: Was der Mensch essen darf



Zurückgehend auf ein Symposium des Internationalen Arbeitskreises für Kulturforschung des Essens und erweitert um zusätzliche Beiträge stellt der von Gunther Hirschfelder, Angelika Ploeger, Jana Rückert-John und Gesa Schönberger herausgegebene Sammelband "Was der Mensch essen darf. Ökonomischer Zwang, ökologisches Gewissen und globale Konflikte" (Heidelberg 2015) Zugänge unterschiedlicher Disziplinen zum Thema vor. Einen wichtigen Stellenwert hat dabei die Frage des Fleischkonsums, fokussiert auf das Beispiel Huhn.
Eine Besprechung des Bandes von Michaela Fenske gibt es auf hsozkult.


Samstag, 11. Juli 2015

FOTOSACHE NR. 50: Strumpfhosen



Strumpfhosenverpackung der Fa. Gazelle (Archiv Susanne Breuss)



Heute in meiner Fotoglosse im Extra der Wiener Zeitung: Eine Strumpfhosenverpackung der Wiener Firma Gazelle aus der Zeit um 1970 und eine kleine Geschichte der Damenstrumpfhose.



Donnerstag, 9. Juli 2015

ANSICHTSSACHE NR. 77: Jubiläum Adresscomptoir



Vor Kurzem konnte der Wiener Historiker Anton Tantner bereits das 10-Jahres-Jubiläum seines Weblogs "Adresscomptoir" begehen - herzliche Gratulation!!! (Hier geht es zu seinem eigenen Jubiläumsbeitrag)
Wie der Titel bereits zum Ausdruck bringt, geht es schwerpunktmäßig um die Geschichte der Adressbüros, Hausnummern etc. Zu den Schlagwörtern zählt aber auch der Begriff Alltag - in dieser Rubrik finden sich zum Beispiel Beiträge über Rolltreppen, Luftpolsterfolien, Kontaktlinsen, Beton, Papierkörbe, Würfelzucker, Knödel, Fischstäbchen, Kartoffeln und Gurken. Ein Besuch des Adresscomptoirs lohnt sich also auch im Hinblick auf Alltagsthemen!   
  

Donnerstag, 2. Juli 2015

ANSICHTSSACHE NR. 76: Dinge zum Pflegen




Foto: Museum der Dinge



Diese Keksdose aus den 1950er Jahren befindet sich in den Sammlungen des Museum der Dinge/Werkbundarchiv in Berlin - sie zählt zu jenen Sammlungsstücken, um die sich "Dingpfleger" und "Dingpflegerinnen" kümmern (nähere Infos dazu hier).
Weitere Dinge in reicher Zahl sind auf der soeben neu gestalteten Museumswebsite zu sehen.



Montag, 29. Juni 2015

TERMINSACHE NR. 92: Fleisch. Vom Wohlstandssymbol zur Gefahr für die Zukunft (CFP)



Vom  6. bis 7. November 2015 findet an der Hochschule in Fulda eine interdisziplinär ausgerichtete Tagung der Sektion Land- und Agrarsoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie zum Thema "Fleisch. Vom Wohlstandssymbol zur Gefahr für die Zukunft" statt. 
Den CFP dazu gibt es hier.


Sonntag, 28. Juni 2015

FUNDSACHE NR. 68: Kindersachen



Bemalte Unterführung/Niederösterreich (Foto © Susanne Breuss, 2015)

Bemalte Unterführung/Niederösterreich (Foto © Susanne Breuss, 2015)




Donnerstag, 25. Juni 2015

TERMINSACHE NR. 91: Kleidung zwischen Bild und Realie (CFP)



Vom 18. bis 20. Februar 2016 findet in Berlin eine multidisziplinäre mode- und bildwissenschaftliche Tagung zum Thema "Zeichen und Symbole - Kleidung zwischen Bild und Realie" statt. 
Veranstalter: Exzellenzcluster "Bild Wissen Gestaltung. Ein interdisziplinäres Labor" an der Humboldt-Universität zu Berlin; Konzept und Organisation: Philipp Zitzlsperger und Sabine de Günther. 
Den CFP gibt es hier.


Dienstag, 23. Juni 2015

ANSICHTSSACHE NR. 75: Das Auge des Arbeiters



Hans Bresler (1902–1994): Lesende Frau
Foto: SLUB/Deutsche Fotothek, Dresden (Quelle)



Noch bis zum 12. Juli 2015 ist im Stadtmuseum Dresden eine von Wolfgang Hesse und Holger Starke kuratierte Sonderausstellung zum Thema "Das Auge des Arbeiters. Erinnerungsfotografie und Bildpropaganda um 1930" zu sehen.

Ankündigungstext:

Als die ersten Fotografen im 19. Jahrhundert Bilder "mit Licht malten", ahnten sie nicht, dass sie damit am Anfang eines Weges standen, der in die Allgegenwart digitaler Bilder in heutiger Zeit einmünden sollte. Die "Demokratisierung" der Bildproduktion begann im Ersten Weltkrieg, als preiswerte Kameras das Fotografieren erschwinglich werden ließen. Die illustrierte Massenpresse und der Film bildeten die industrialisierten Gegenstücke zu dieser Privatisierung des Blicks. In der Medienmoderne des beginnenden 20. Jahrhunderts entstanden nun erstmals auch Bilder von Arbeitern über Arbeiter: Amateurfotografien, die das eigene Bild vom Alltag in den Familien und Fabriken vermittelten, vom Kampf auf den Straßen und von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft berichteten. Motivwahl, Komposition und Montage wurden von diesen Arbeiterfotografien auf spezifische Art und Weise genutzt. In der Ausstellung werden ihre Aufnahmen aus Sammlungen in Sachsen in Beziehung zu anderen Objekten, Bildern und Symbolen aus dem Arbeitermilieu gesetzt. Hierin wird das Vordringen der Arbeiterschaft in den öffentlichen Raum sichtbar – einem Bereich, in dem sie als Minderprivilegierte bis dahin kaum vertreten gewesen waren.

Auf hsozkult findet sich eine ausführliche Besprechung von Ausstellung und Katalog, verfasst von Günter Agde.

Informationen über das der Ausstellung zugrunde liegende Forschungsprojekt, in dem fotohistorische und volkskundliche Ansätze miteinander verknüpft wurden, gibt es hier.



Donnerstag, 18. Juni 2015

ANSICHTSSACHE NR. 74: Objekte und Bilder zur Migrationsgeschichte der Kammgarnfabrik Bad Vöslau





Quelle Fotos
 
Noch bis zum 28. Juni 2015 ist die Ausstellung zur Migrationsgeschichte der Kammgarnfabrik in Bad Vöslau zu sehen: "Böhmzipf - Jugozipf - Klein Istanbul" - ein Projekt des Viertelfestival NÖ/Industrieviertel 2015.
Kuratiert wurde die partizipative Ausstellung von Kazuo Kandutsch, Christiane Rainer und Katrin Sippel (= Team von Geschichte Willkommen).
Ort der Ausstellung ist das Kraftwerk der Kammgarnfabrik. Zum ersten Mal seit über 40 Jahren ist damit dieses Industriedenkmal wieder öffentlich zugänglich. Näheres zur Ausstellung und zum Rahmenprogramm gibt es hier.

Samstag, 13. Juni 2015

FOTOSACHE NR. 49: Haus & Garten



Aufnahme aus der Verkaufsausstellung von Haus & Garten, publiziert 1926 in der Zeitschrift Innen-Dekoration


Heute in meiner Fotoglosse im Extra der Wiener Zeitung: Moderne Möbel und Leuchten, aufgenommen in den 1920er Jahren, entworfen vom Wiener Architekten Josef Frank und präsentiert in der Verkaufsausstellung der von ihm gemeinsam mit Oskar Wlach betriebenen Einrichtungsfirma "Haus & Garten". 


Samstag, 16. Mai 2015

FOTOSACHE NR. 48: New Yorker Felshaufen



Archiv Susanne Breuss


Eine ungewohnte Ansicht aus New York, aufgenommen im Jahr 1906 - was es mit dem Felsen hinter dem mit Reklame verzierten Bauzaun auf sich hat, ist in meiner heutigen Fotoglosse im Extra der Wiener Zeitung nachzulesen.  


Freitag, 15. Mai 2015

TERMINSACHE NR. 90: Textilien und materielle Kultur im Wandel (CFP)


Das vom Schweizerischen Nationalfond geförderte Forschungsprojekt „Textilien und materielle Kultur im Wandel: Konsum, kulturelle Innovation und globale Interaktion in der Frühen Neuzeit“ veranstaltet vom 14. bis 16. April 2016 eine Tagung zum Thema "Textilien und materielle Kultur im Wandel: Konsum, Distribution und globale Interaktion" (im Haus der Universität in Bern). Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere die bedruckte Baumwolle, die seit dem 16. Jahrhundert die Sachkultur Europas nachhaltig zu verändern begann.
Der CFP findet sich hier.


Freitag, 8. Mai 2015

TERMINSACHE NR. 89: Wiener Hausnummern


 
Demnächst gibt es wieder eine Gelegenheit, einen Hausnummernvortrag von Anton Tantner (hier geht es zu seinem Blog) und die dazugehörige Flanerie zu besuchen:

Wiener Adressen. Das Geheimnis der Hausnummern Wiens 

Freitag, 22.5.2015, 19:00-20:30 (Vortrag)
Ort: VHS Wiener Urania, Uraniastraße 1, 1010 Wien

Samstag 23.5.2015, 15:00-16:30 (Stadtflanerie)
Treffpunkt wird tags zuvor beim Vortrag bekanntgegeben

Kosten: 12 Euro
Anmeldung und Buchung unter http://www.vhs.at/kurs-details/vhs-wien-kurse/Wiener-Adressen-Kurs/287332738.html


Ankündigungstext:
Klein und unscheinbar haben sie sich an die Häuser festgemacht: Die Hausnummern. Sie scheinen keine Geschichte zu haben, so selbstverständlich, so alltäglich sind sie für uns geworden; dabei wurden die 1770 vergebenen "Konskriptionsnummern" nicht etwa eingeführt, um den in der Stadt lebenden Menschen oder Fremden die Orientierung zu erleichtern, sondern um gemeinsam mit einer Volkszählung - der "Seelenkonskription" - ein neues Rekrutierungssystem vorzubereiten. Manche der damals vergebenen Nummern sind heute noch an den Wänden der Häuser sichtbar; der Vortrag erklärt, wie es dazu gekommen ist, die Flanerie stellt einige der noch erhaltenen Konskriptionsnummern vor und liefert damit Einblicke in die Geschichte vergangener und gegenwärtiger Ordnungssysteme.